Ein neuer Ansatz im Umweltschutz

Umweltschutz meint üblicherweise, dass austretende, schädliche Stoffe oder Lärm (sogenannte Emissionen) in der Menge (Quantität) begrenzt werden. Emissionen ent­stehen in der industriellen Produktion, in Haushalten (Heizungsanlage), im Straßen­verkehr, in der Landwirtschaft usw.

Eine Verbesserung des Umweltschutzes in technischer Hinsicht bedeutet, dass Grenzwerte für Luft-, Wasser-, Boden- oder Lebensmittelverunreinigungen verschärft, Filteranlagen und Katalysatoren weiter optimiert oder die Überwachung und Kontrol­len verstärkt werden.

Durch die Medien werden immer wieder, und in den letzten Jahren zunehmend, Miss­stände bekannt, oftmals in Form von Skandalen. Neue oder bislang nicht im Visier der Überwachung stehende Substanzen treten aus, mit einem Grenzwert limitierte Stoffe überschreiten diesen erheblich und belasten Menschen, Tiere und die weitere Umwelt, sinnvoller bezeichnet als Mitwelt.

Sowohl in der Verbesserung des Umweltschutzes als auch mit dem Aufdecken und Bekanntwerden von neuen Umweltsünden ist das Prinzip einer beständigen Steige­rung zu erkennen.

Doch wohin soll die beständige Steigerung führen? Sollen noch schädlichere Stoffe und zunehmende komplexere Zusammenhänge mit immer weiter verfeinerten tech­nischen Maßnahmen ins Lot gebracht werden? Sollen einer zunehmenden Skrupello­sigkeit verantwortlicher Menschen eine schärfere Überwachung und konsequentere Bestrafung gegenüber stehen? Zeigt sich in dieser Entwicklung nicht eine abnehmen­de Wertschätzung der natürlichen Umwelt, deren Ressourcen, deren Viel­falt, deren Schönheit? Welche Möglichkeit hat der Mensch, nicht durch äußere Maßnahmen sondern durch eine Bewusstseinsarbeit im Umweltschutz tätig zu werden?